Die Sommer-Trends der Internet-Kriminellen

Die Sommer-Trends der Internet-Kriminellen

Es herrscht Furore im Netz – mal wieder. Die Maschen der Internet-Kriminellen bereiten Usern und Experten Kopfzerbrechen. Vor einiger Zeit war es für den Durchschnitts-User noch relativ leicht Spam-Mails als solche zu erkennen. Diese zeichneten sich nicht selten durch ihren relativ stumpfen Charakter und ihre Rechtschreibung aus. Mal werben sie für Wunder-Arzneimittel, mal für Glücksspiele und das in mehr als dürftigem Deutsch. Doch die Qualität der Betrugsversuche hat sich in letzter Zeit signifikant verbessert. Schad-Mails und infizierte Webseiten sind immer besser getarnt, Trojaner und Viren immer aggressiver und ausgefeilter. Was ihr dagegen unternehmen könnt und wie ihr euch am besten schützt, das zeige ich euch heute.

Den Elektronik-Konsumpalast „Media Markt“ dürfte jeder von euch kennen. Dort lassen sich sehr gut Schnäppchenjäger auf der Suche nach günstigen Tech-Highlights beobachten. Die Rechnung für ihre Jagdtrophäen bekommen sie allerdings niemals per E-Mail. – Warum ich euch das erzähle? – Die neuste Masche der Cyber-Gangster besteht darin, ihren Opfern gefälschte Rechnungen per E-Mail zu senden, in denen sie sich als Media Markt ausgeben. Diese vermeintlichen Zahlbescheide verfolgen das Ziel, dem User vorzugaukeln er habe bei der Elektronikmarkt-Kette ein Produkt bestellt, dessen Bezahlung noch ausstünde. Eine sechsstellige Bestellnummer soll das Ganze authentisch wirken lassen.

Tatsächlich handelt es sich aber um einen professionellen Betrugsversuch. Das angeheftete Microsoft-Office-Dokument oder alternativ auch eine Zip-Datei, enthält Schadsoftware der übleren Sorte. Klickt das Opfer in seiner Verwunderung über die Rechnung auf den Anhang der E-Mail, wird ein Erpresser-Trojaner gestartet, der alle Dateien auf dem PC verschlüsselt und sie angeblich nur gegen Zahlung eines Lösegeldes wieder freigibt. Das kann für die Betroffenen ein sehr harter Schlag sein, da zumal unklar ist, ob die Daten gegen die Lösegeldzahlung auch tatsächlich wieder entschlüsselt werden.

Aber was kann ich unternehmen, damit mir so etwas nicht passiert? – An erster Stelle gilt natürlich: Augen auf beim E-Mails lesen! Sollte euch eine E-Mail misstrauisch machen oder euch etwas komisch vorkommen, dann sollte diese Mail besser verschlossen bleiben! Mahnbescheide, Rechnungen und andere Forderungen, werden in der Regel immer per Post versandt und nicht per E-Mail. Darüber sollte man sich immer im Klaren sein. Außerdem ist ein Virenprogramm das A und O für jeden PC-Nutzer. Selbst kostenlose Programme können bereits das schlimmste verhindern. Auch andere sicherheitsrelevante Programme, wie Java oder der Adobe Flash Player sollten stets über die neuste Version verfügen um Sicherheitslücken zu minimieren. Und wenn es am Ende doch zu spät ist und der Trojaner schon sein Unwesen treibt? – Dann hilft nur noch ein Backup der Daten. Generell empfiehlt es sich auf regelmäßige Backups nicht zu verzichten. Das kann entweder über externe Speichermedien oder automatisch synchronisierende Cloud-Speicher geschehen.

Ich hoffe ihr seid noch nicht Opfer der fiesen Maschen geworden und meine Tipps und Tricks schützen euch in Zukunft vor Bedrohungen per Mail. Demnächst zeige ich euch übrigens , was eine sichere E-Mail Verschlüsselung mit PGP ausmacht. Also freut euch schon mal auf den nächsten Beitrag!

 

Warum wir auf Banner-Werbung angewiesen sind

Warum wir auf Banner-Werbung angewiesen sind

Skyscraper, Half-Pages oder Pop-Ups. Jeder kennt sie, doch niemand hat sie wirklich gern – die Rede ist von so genannter Banner-Werbung im Internet.

Es gibt sie in vielen Formen und Ausführungen und man kommt beim Surfen kaum um sie herum. Doch so nervig die digitalen Anzeigen auch sein mögen – Banner Werbung ist vielerorts sogar notwendig, damit wir nicht auf den gewohnt guten Content mancher Seiten verzichten müssen. Gerade bei Webseiten mit hohem redaktionellen Anteil, wie die Web-Auftritte von Zeitungen und Zeitschriften ist sie nicht weg zu denken, denn irgendwie müssen die Beiträge schließlich auch finanziert werden. Man kennt es ja bereits durch das Privatfernsehen. Die Produktionskosten von Fernseh-Shows und Doku-Soaps können nur durch die Unterbrechung mit Werbeblöcken bezahlt werden. Ganz ähnlich ist es auch im Internet. Würden manche Seiten keine Werbung schalten, dann müssten wir auf kostenlosen qualitativ hochwertigen Content in Zukunft verzichten.

Und, dass das die meisten Leute nicht können bzw. nicht wollen, wissen auch die Werbetreibenden. Es lässt sich gut an der Entwicklung des Umsatzes der Branche erkennen. Wurden im Jahr 2014 noch 24.899 Millionen Euro, sind es 2015 schon 28.342 Millionen Euro – und damit nicht genug. 2020 wird sich der Umsatz auf unglaubliche 48.795 Millionen Euro belaufen! Unglaublich oder? Über die Hälfte davon erwirtschaftet davon allerdings die USA alleine, mit riesigem Abstand zu China, die sich auf Platz 2 wiederfinden. Aber auch Deutschland steht im internationalen Vergleich nicht schlecht da: Sie belegen Platz 4.